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7 schlimmste, ketogene Lebensmittel

Du interessierst Dich für den ketogenen Ernährungsstil und ob es etwas für Dich wäre?

Vielleicht ernährst Du Dich schon ketogen und möchtest keine Fehler machen?

Gar kein Problem! Denn nachdem Du nun die 7 besten ketogenen Lebensmittel kennst, die Du essen solltest, ist es wichtig, dass Du um die folgenden 7 einen großen Bogen machst.

Denn diese Lebensmittel wirken auf den ersten Blick gesund oder als würden sie in den ketogenen Ernährungsplan passen, aber leider können sie die Ketose zerstören und somit würden die Effekte ausbleiben.

Vermeide diese 7 Lebensmittel, um von der Ketose zu profiiteren:

#1 Trockenobst und Konservenobst

Obst ist super gesund, enthält viele gesunde Nährstoffe, Ballaststoffe und ist selbstverständlich Teil des ketogenen Ernährungsplans – aber nicht so!

Denn von frischem Obst auf Trocken- oder Konservenobst zu schließen ist schlichtweg falsch.

Während des Trocknens verlieren die Früchte nicht nur 80-90% ihres Wassergehalts, sondern auch zahlreiche Vitamine und Aromastoffe.

Gleichzeitig steigt die Konzentration aller enthaltenen Nährstoffe, somit auch unter anderem der Zuckergehalt enorm an!

Zum Vergleich (1, 2):

Apfel, frisch Apfel, getrocknet
Kalorien54278
Kohlenhydrate14,4 g56,9 g
Zucker10,3 g53,4 g
Eiweiß0,3 g1,4 g
Fett0,1 g1,6 g
Alle Angaben beziehen sich auf 100 g des Lebensmittels

Im Bezug auf eine ketogene Ernährung sollten bei Kohlenhydraten schon die Ohren klingeln. Aber Kohlenhydrate aus Zucker sind Alarmstufe rot!

Denn anders als Kohlenhydrate, die Ballaststoffe enthalten, bringt uns diese Art leere Kalorien gar nichts und hält auch nicht lange satt.

Dosenobst wird für die lange Haltbarkeit vor dem Abfüllen kurz hocherhitzt. Doch dieser kurze Moment kostet das Obst fast alle Vitamine und Mineralstoffe.

Außerdem werden die Früchte in eine stark zuckerhaltige Flüssigkeit eingelegt, damit sie sich eben lange halten. Für lange Haltbarkeit super, für eine ketogene Ernährung leider unbrauchbar.

Bleibe also bei den frischen Früchtchen, da kannst Du nichts falsch machen.

#2 Joghurt

In einer ketogenen Ernährung bist Du auf eiweiß- und fettreiche Lebensmittel angewiesen. Denn diese sorgen ab sofort für die Sättigung und machen den Großteil Deiner Ernährung aus.

Wenn der Körper keine Kohlenhydrate mehr für die schnelle Energiegewinnung erhält, müssen eben andere Lieferanten her.

Selbstverständlich ist Joghurt eine gute Alternative zum Frühstücksbrot. Allerdings solltest Du auch hier besonders auf die Auswahl Deines Joghurts achten.

Denn es gibt zahlreiche Joghurts im Supermarktregal, die – mögen sie noch so gesund aussehen – es nicht sind. Viele Hersteller locken mit – meist hellblauen – Versprechungen wie:

  • „leicht“
  • „Light“
  • „extra leicht“
  • „weniger Kalorien“
  • „fruchtig“

und machen damit den Eindruck, wir würden uns damit etwas Gutes tun – doch leider stimmt das nicht.

In den fruchtigen und leichten Joghurts sind nicht selten 15 g Kohlenhydrate, die zu 13 g aus Zucker bestehen, enthalten.

Das ist alles andere als leicht und gut für uns – schon gar nicht für die ketogene Ernährung. Vorsicht also bei fertigen Joghurtprodukten.

Doch leider ist auch der fettarme Naturjoghurt nicht das beste Mittel der Wahl.

Denn auch, wenn er eine gute Alternative ist, so ist er dennoch recht kohlenhydratreich und ziemlich proteinarm.

Das geht besser! Hierfür gibt es Alternativen: Skyr und Magerquark. Warum? Sieh selbst (4, 5, 6):

Fettarmer Joghurt 1,5%SkyrMagerquark
Kalorien626370
Kohlenhydrate6,3 g 4,0 g3,7 g
Zucker6,3 g4,0 g3,7 g
Ballaststoffe0,0 g0,0 g0,0 g
Eiweiß5,3 g11,0 g12,7 g
Fett1,5 g0,2 g0,2 g
Alle Angaben beziehen sich auf 100 g des Lebensmittels

Beim nächsten Griff ins Joghurtregal wird Dir auf jeden Fall kein Fehler mehr passieren.

Die einzige verlässliche Quelle ist die Nährwerttabelle auf der Rückseite, nicht das schöne Versprechen auf der Vorderseite.

#3 Erdnüsse

Nüsse im Allgemeinen sind ein tolles „Keto-Food“, denn sie enthalten

  • sehr viel Eiweiß
  • wichtige Fette
  • kaum Kohlenhydrate und
  • machen lange satt.

Aber traue nicht den Erdnüssen.

Denn auch wenn sie „Nuss“ heißen, handelt es sich streng genommen um eine Hülsenfrucht und sie ist generell anders als der Rest.

Erdnüsse enthalten auf 100 g nämlich stolze 16 g Kohlenhydrate und nur 4 g davon sind Ballaststoffe (7).

Grundsätzlich läuft man bei Erdnüssen Gefahr, das Falsche zu tun. Denn es gibt viel zu viele super leckere aber auch ungesunde Varianten davon auf dem Markt.

Es gibt sie:

  • gesalzen
  • geröstet
  • pikant gewürzt
  • mit Honig ummantelt
  • gebrannt
  • als Erdnussbutter Crunchy oder Creamy
  • usw.

Bekommst Du auch Hunger, wie ich, wenn Du das liest? Das kann ich verstehen. Aber das beweist nur, wie sehr die Suchtstoffe in den Lebensmitteln wirken.

Es ist fast unmöglich aufzuhören, wenn man damit erstmal angefangen hat.

Auch pur ist die Erdnuss kein passendes ketogenes Lebensmittel, deshalb solltest Du sie – in jeglicher Form – direkt aus dem Plan streichen und stattdessen mit anderen Nüssen, wie

  • Haselnuss
  • Walnuss
  • Macadamia
  • Mandeln
  • Cashews

ersetzen.

#4 Glutenfreie Produkte

„Glutenfrei“ – das hört sich erstmal super gesund an oder?

Das ist es auch in den meisten Fällen. Denn es gibt viele Personen, die glutenhaltige Lebensmittel gar nicht vertragen.

Und da glutenintolerante Personen kein Weizen vertragen, sind dort sicherlich Alternativen ohne Gluten drin, ergo auch keine Kohlenhydrate, oder?

Nein, denn glutenfrei hat mit kohlenhydratarm – vor allem im Hinblick auf speziell von der Lebensmittelindustrie hergestellte Produkte – nicht unbedingt was am Hut.

Oftmals handelt es sich hierbei lediglich um glutenfreie Varianten von

  • Brot
  • Haferflocken
  • Müsli
  • Pizzaboden
  • Nudeln

Diese enthalten zum Großteil einfach nur anderes Mehl, das nicht die Unverträglichkeit auslöst, aber dennoch kohlenhydratreich ist.

Verarbeitete, glutenfreie Produkte eignen sich also leider nicht für eine ketogene Ernährung.

Von Natur aus glutenfreie Produkte, wie z. B.

  • Obst
  • Gemüse
  • Öle
  • Milchprodukte
  • Fisch
  • Fleisch
  • Hülsenfrüchte
  • usw.

kannst Du hervorragend in Deine ketogene Ernährung einbinden.

#5 Eiweißbrot

Verstehe mich nicht falsch, Eiweißbrot ist immer noch eine hervorragende Alternative zum herkömmlichen Brot und definitiv enthält es deutlich weniger Kohlenhydrate als das normale.

Nur leider ist die Menge zwar toll für eine „Low Carb“ oder „Lower Carb“ Ernährungsweise, für die ketogene Diät, die 50 g Kohlenhydrate pro Tag nicht überschreiten soll, eher schlecht.

Denn eine Scheibe Eiweißbrot, enthält schon rund 6 g Kohlenhydrate (8).

Es kommt also ganz darauf an, wie Du Dich den Rest des Tages ernährst. Du solltest allerdings darauf achten, die Kohlenhydratmenge mit Eiweißbrot nicht zu überschreiten.

Wenn Du weniger Eiweißbrot isst, hast Du mehr Platz für andere Dinge, die weniger Kohlenhydrate enthalten.

Solltest Du aber Lust auf eine schöne Scheibe Brot mit Belag haben, ist Eiweißbrot natürlich immer noch eine gute Alternative zur normalen „Weißbrotstulle“.

#6 Frikadellen und Fleisch

Fleisch und somit auch Frikadellen sind ketogene Lebensmittel.

Wie so oft im Leben gibt es auch hier ein ABER.

Denn fertige Frikadellen und mariniertes Fleisch aus der Verpackung sind nicht gut für Dich und Deine ketogene Ernährungsweise.

Unabhängig von zahlreichen Konservierungsstoffen und E-Nummern, die in solchen fertigen Produkten und Marinaden enthalten sind, befindet sich darin viel versteckter Zucker.

Und Kohlenhydrate aus Zucker solltest Du um jeden Preis vermeiden.

Es ist besser, wenn Du Dir Dein Fleisch frisch holst und entweder pur, mit einer selbstgemachten keto-gerechten Marinade aus den 7 besten ketogenen Lebensmitteln zubereitest oder es zu frischen Frikadellen verarbeitest.

Es dauert nicht viel länger, ist gesünder und schmeckt ohnehin tausend Mal besser. Probier’s mal aus!

#7 Fitness-Salatdressings

Eine Flasche mit weißem Dressing, zarte Kräuter, hellblaue Schrift und etwas wie „50% weniger Zucker“ oder „50% weniger Fett“ – kommt Dir das bekannt vor?

So sehen viele Flaschen im Dressing-Regal unserer Supermärkte aus und versprechen einem, nie wieder eine Kalorienbombe auf den Salat zu gießen.

Leider stimmt das nicht ganz, denn viele „leichte“ Dressings, enthalten sogar mehr Kohlenhydrate als die eigentlichen Saucen.

Außerdem ist der Verzicht auf Fett nicht unbedingt vorteilhaft zum Abnehmen und es schmeckt auch deutlich lascher, da Fett bekanntlich ein Geschmacksträger ist.

Dazu kommt, dass manche Vitamine aus dem Salat auch erst aufgenommen werden, wenn sie mit Ölen und Fetten eingenommen werden, da sie fettlöslich sind. Ansonsten werden sie nur ungenutzt ausgeschieden.

Ich empfehle Dir, Dein Salatdressing einfach aus ketogeeigneten Lebensmitteln selbst zu mischen. Das dauert höchstens eine Minute, ist super einfach, schmeckt viel besser und Du nimmst keine unnötigen Kohlenhydrate zu Dir.

Fazit

Es ist nicht schwer, sich ketogen zu ernähren und die richtigen Produkte von den falschen auseinander zu halten.

Aber Du musst ganz genau hinschauen und manches Lebensmittel einfach hinterfragen.

Nicht alle Lebensmittel die gesund wirken wollen, sind es auch und nicht alle gesunden Lebensmittel sind auch kohlenhydratarm.

Finde für Dich heraus,

  • was Dir am besten schmeckt
  • wie Du Deine Lebensmittel am besten kombinierst und
  • teste auch mal neue Produkte und Lebensmittel, um für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen.

Wenn Du darauf achtest, die 7 schlimmsten ketogenen Lebensmittel zu meiden, wirst Du spielend leicht von allen Vorteilen profitieren.

Guten Appetit,

Dariusz

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